(Preloading for mobile menu)

Das ist der VMS

Das sind unsere Partner

Aktuelle Stellenangebote

Informationen und Archiv

Anstehende Events des VMS

Jetzt VMS-Newsletter abonnieren!

Lesen Sie die InFahrt direkt online!

Satzung, Beteiligungen, Verbandsversammlung

Ausschreibungen, Vergaben, Aufträge

So geht's weiter mit dem ÖPNV

Informationen und Kontakt

Verbinden, was zusammengehört

bequemer, übersichtlicher, schneller

Services in unserem KundenCenter

Kontaktieren Sie uns

Barrierefrei unterwegs

Anträge, Formulare, Open Data, InFahrt

Sie haben etwas verloren?

für größere Gruppen ab 6 Personen

Liniennetzpläne für Sachsen und das VMS-Gebiet

Übersichtspläne von wichtigen Haltestellen

Kursbuch der Deutschen Bahn

Schwierigkeiten bei der Nutzung der Fahrplanauskunft?

Die Flöhtalbahn fährt über eine Brücke
Foto: VMS/Rieseler

Flöhatalbahn:
Seit 150 Jahren unterwegs

Wir feiern 150 Jahre Flöhatalbahn! 1875 erfolgte die feierliche Inbetriebnahme der beiden Bahnstrecken Reitzenhain – Marienberg – Pockau-Lengefeld – Flöha sowie Pockau-Lengefeld – Olbernhau. Anlässlich des Jubiläums werfen wir einen Blick in die Geschichte der Flöhatalbahn und ihre Entwicklung bis heute.

Die Anfänge

Die Idee zur Flöhatalbahn entstand bereits in den 1860er-Jahren. Ziel war es, eine wirtschaftlich bedeutsame Verkehrsverbindung im Erzgebirge zu schaffen. Nach intensiven Planungen bildete sich die Chemnitz-Komotauer Eisenbahngesellschaft, die den Bau der Eisenbahnlinie übernahm. Der erste Spatenstich erfolgte 1872. Wegen der schwierigen Geländeverhältnisse in den engen Tälern der Schwarzen und Roten Pockau verlief die Strecke überwiegend über Brücken und Bahndämme.

Am 24. Mai 1875 wurden die Verbindungen Flöha – Marienberg und Pockau – Olbernhau feierlich in Betrieb genommen. Die Eröffnung des Abschnittes Marienberg – Reitzenhain folgte dann am 12. Juli 1875 – somit war die Gesamtstrecke (als „RF“ bezeichnet) freigegeben. Durch finanzielle Verluste infolge der Wirtschaftskrise musste die Bahn jedoch bereits nach dem ersten Betriebsjahr an den sächsischen Staat verkauft werden.

Bedeutende Strecke für den Gütertransport

Wichtiger Grund für die Übernahme als Staatsbahn war der Transport böhmischer Braunkohle nach Chemnitz. Die Flöhatalbahn diente deshalb nicht nur dem Personenverkehr und der Postbeförderung, sondern war vor allem für den Gütertransport von großer Bedeutung.

Insbesondere der Bahnhof Pockau-Lengefeld entwickelte sich zu einem zentralen Knotenpunkt. Viele Fabriken, die sich entlang der Flüsse angesiedelt hatten, profitierten von der neuen Verbindung. So kam es zur Eröffnung weiterer Bahnstrecken u. a. bis nach Neuhausen, Deutschneudorf und Eppendorf.

Bedeutsam war auch der Grenzverkehr: Die Strecke von Flöha bis Reitzenhain und von dort weiter nach Komotau gehörte einst zu den schnellsten Bahnverbindungen zwischen Leipzig und Prag und war gleichzeitig eine wichtige Trasse im internationalen Eisenbahngüterverkehr zwischen Nord- und Südeuropa.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden zahlreiche Weichen und Gleise ausgebaut. In den folgenden Jahrzehnten spielte der Güterverkehr die dominierende Rolle: Ohne ihn wäre die Versorgung der Bevölkerung und Betriebe mit Braunkohle nicht möglich gewesen. Darüber hinaus zählten u. a. regionale Papierfabriken sowie Glas-, Blechwalz- und Federnwerke zu den größten Kunden.

Technischer Wandel und Herausforderungen

Mit der Zeit veränderten sich die Anforderungen an die Flöhatalbahn. Wirtschaftliche und infrastrukturelle Veränderungen führten leider dazu, dass einige Streckenabschnitte stillgelegt wurden. Der Rückgang der industriellen Fertigung im Erzgebirge führte zum Ende des Güteraufkommens. Die Konkurrenz durch den Straßenverkehr und hohe Unterhaltungskosten machten den Betrieb unrentabel. Nachdem bereits 1978 der Personenverkehr zwischen Marienberg und Reitzenhain eingestellt wurde, fuhr 1994 dort der letzte Güterzug. Die vollständige Stilllegung des Abschnittes erfolgte 1998. Der Zustand der Strecke verschlechterte sich fortwährend, sodass Modernisierungsarbeiten erforderlich wurden – auch um den Betrieb effizienter zu gestalten.

Heute in den Händen der Erzgebirgsbahn

Mitte der 1990er-Jahre begann die Deutsche Bahn AG, einzelne Abschnitte der Flöhatalbahn zu erneuern. Jedoch sorgte das Hochwasser in den Jahren 1999 und 2002 für starke Zerstörungen und Verzögerungen der Bauarbeiten. Ab dem Jahr 2002 setzte die Erzgebirgsbahn die umfangreiche Sanierung zwischen Grünhainichen-Borstendorf und Olbernhau fort. 2005 konnte der Zugverkehr ab Chemnitz wieder aufgenommen werden – wodurch die Erzgebirgsbahn eine erfreuliche Entwicklung der Fahrgastzahlen verzeichnete. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Marienberg und Pockau-Lengefeld fand von 2006 bis 2013 zwischenzeitlich fahrplanmäßiger Zugbetrieb statt. Auch wenn die Eisenbahnlinie ihre ursprüngliche Bedeutung im Gütertransport nicht wiedererlangen wird, ist sie mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil für Berufspendler, aber vor allem im Freizeit- und Tourismusverkehr. Neben den im Taktfahrplan fahrenden Triebwagen der Erzgebirgsbahn auf der Linie RB 81 nutzen ebenso zahlreiche Sonderzüge die Strecke. Die heutige Jubiläumsverbindung bildet die von der Erzgebirgsbahn betriebene 55 Kilometer lange Kursbuchstrecke 519 Chemnitz Hauptbahnhof – Flöha – Olbernhau-Grünthal.

Streckenjubiläum „150 Jahre Flöhatalbahn“

Das 150-jährige Jubiläum nimmt die Erzgebirgsbahn zum Anlass, gemeinsam mit zahlreichen touristischen Einrichtungen, Anliegerkommunen, regionalen Vereinen und Partnern verschiedene Veranstaltungen im Jahr 2025 durchzuführen.

Am 24. und 25. Mai 2025 steigt das große Jubiläumswochenende mit einem Festprogramm u. a. in Hetzdorf, Pockau-Lengefeld und Olbernhau. Sonderzüge bringen Sie zwischen Chemnitz und Marienberg zu den teilnehmenden Bahnhöfen.

Streckenverlauf der Flöhatalbahn

Jederzeit up to Date!

Mit unserem Newsletter bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand rund um den VMS.